Ideenwettbewerb von Studierenden für Studierende: Neue Grünanlage für Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

An der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) wird eine durch Abriss frei gewordene Fläche auf der Basis eines studentischen Ideenwettbewerbs als Grünanlage gestaltet. Realisiert wird die Arbeit mit dem Titel „Vernetzungsraum“ von Tom Renne, Student der Landschaftsarchitektur an der Hochschule Geisenheim. JGU-Präsident Prof. Dr. Georg Krausch und der Geschäftsführer des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung, Holger Basten, stellten die Pläne bei einem Ortstermin vor.

Mainz - Gegenüber der Zentralmensa am Staudingerweg, wo früher das aus den 1960er-Jahren stammende Gebäude SB I stand, befindet sich nach dessen Rückbau eine rund 6.400 Quadratmeter große Freifläche. Zu einem späteren Zeitpunkt soll sie wieder bebaut werden, doch konkrete Projekte stehen noch nicht fest. Interimsweise soll das Areal eine vielfältig nutzbare Grünanlage mit Wiesen, Bäumen, Sitzgelegenheiten und einem Forum für Freiluft-Veranstaltungen sein.

Vorgesehen sind auch Hochbeete, für die Studierende und Mitarbeitende der JGU Patenschaften übernehmen können, so die Vorgaben des vom Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) durchgeführten Ideenwettbewerbs unter Studierenden der Landschaftsarchitektur an der Hochschule Geisenheim. Aus insgesamt vier von der Wettbewerbsjury prämierten Arbeiten hat das Präsidium der JGU den mit dem 2. Platz und 500 Euro Preisgeld ausgezeichneten Entwurf von Tom Renne zur Umsetzung ausgewählt.

"Die neue Grünanlage ist in ihrer Multifunktionalität und ästhetischen Gestaltung ausgesprochen gelungen. Die vielfältige und hochwertige Nutzbarkeit der Flächen bietet attraktive Freiräume vom Studieren und Forschen und erhöht so die Lebensqualität auf dem Campus", erklärt der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), Prof. Dr. Georg Krausch. "Meine ausdrückliche Anerkennung geht daher an die Studierenden der Hochschule Geisenheim für ihre kreativen und gleichzeitig sehr funktionalen Ideen. Mit diesem neuen Treffpunkt für die universitäre Gemeinschaft leisten sie einen wertvollen Beitrag, um den Gutenberg-Campus als Ort lebendiger akademischer Kultur und Freizeitgestaltung erlebbar zu machen."

Im Entwurf teilt ein diagonal verlaufender Fußweg den Platz in zwei unterschiedliche Nutzungsbereiche. Im "aktiven" Bereich vor der Mensa und dem Studierendenwohnheim Inter II sind Tische und Bänke zum gemeinsamen Arbeiten oder Essen vorgesehen, Hochbeete für Urban-Gardening-Projekte und eine Tischtennisplatte. Der an das Helmholtz-Institut Mainz grenzende ruhigere Bereich enthält vor allem Wiesen, die als Liegewiese oder für Freizeitsportarten genutzt werden können. Eine zentral platzierte Tribüne kann für Vorlesungen im Freien, Konzerte oder Theateraufführungen verwendet werden.

Holger Basten, Geschäftsführer des Landesbetriebs LBB, dankte allen Bachelor- und Master-Studierenden der Hochschule Geisenheim, die sich mit ihren Entwürfen beteiligt hatten: "Wir freuen uns über die Resonanz auf diesen Wettbewerb ,von Studierenden für Studierende' und die guten Ergebnisse. Auf der Grundlage des zur Umsetzung ausgewählten Entwurfs erstellt der Landesbetrieb LBB bereits die ausführungsreife Planung und wird die erforderlichen Ausschreibungen zügig auf den Weg bringen."

Die bauliche Umsetzung der Grünanlage ist für dieses Jahr geplant.

Den 1. Platz mit einem Preisgeld von 1000 Euro sprach die Fachjury Anna Ketelhut und Johanna König für ihren Entwurf "Campus im Prozess" zu. Der geteilte 3. Platz ging mit jeweils 125 Euro an Theresa Rösner und Jana Philippi ("Kraftfeld") sowie Sabrina Köpke und Lina van Loon ("Quer.Beet").

Mitglieder der Fachjury waren Prof. Dr. Constanze A. Petrow, Professorin für Freiraumplanung an der Hochschule Geisenheim, Dr. Eva Riempp und Dr. Julia van Lessen vom Team Kulturgeographie im Geographischen Institut der JGU, ein Repräsentant der Immobilienabteilung der JGU sowie Vertreterinnen und Vertreter der LBB-Niederlassung Mainz.