Auslobung des Wettbewerbs (Auszug)

Das Verfahren wird als einphasiger, nicht offener hochbaulicher Realisierungswettbewerb durchgeführt.

Auslober ist das Land Rheinland-Pfalz
vertreten durch das Ministerium der Finanzen Rheinland-Pfalz
vertreten durch den Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung – Niederlassung Trier-
vertreten durch die Niederlassungsleitung

Anlass und Zweck des Wettbewerbs (§ 5 Absatz 1 RPW 2013) 

Das Amtsgericht Bitburg ist als eines von acht Amtsgerichten im Landgerichtsbezirk Trier mit ca. 50 Mitarbeiter/innen für die Bearbeitung von Betreuungs-, Familien-, Grundbuch-, Insolvenz-, Nachlass-, Straf-, Zivil- und Zwangsvollstreckungssachen zuständig.  

Das bestehende Gebäude in der Gerichtsstraße soll nun durch einen zeitgemäßen Neubau in Innenstadtnähe ersetzt werden. Das neue Gebäude soll der Funktion entsprechend Würde und Tradition mit Moderne vereinen und attraktive Arbeitsplätze für die Mitarbeiter/innen bieten. Aufgrund der besonderen Anforderungen ist das Thema der Sicherheit besonders hervorzuheben.  

Das Gesamtbudget für die KG 300+400 beträgt ca. 7,70 Mio. Euro brutto. Die Kosten wurden auf Basis des genehmigten  Raumprogramms vom Auslober ermittelt. Das Raumprogramm umfasst 1.961 qm Nutzfläche (NUF 1-6). 

Das Planungsgrundstück liegt in der Brodenheckstraße im Südwesten des Zentrums der Stadt Bitburg. Das Grundstück ist zurzeit noch bebaut. Der Bestand soll abgerissen werden. Die hierzu notwendigen Arbeiten sind vorbereitet, so dass das Grundstück zeitnah baureif gemacht werden kann. Eine Bauvoranfrage an die Stadt Bitburg für die Nutzung des Grundstücks als neuer Amtsgerichtsstandort wurde im Sommer 2019 positiv beschieden. Die im Wettbewerb zu berücksichtigenden Nachhaltigkeitsanforderungen sind im Teil B der Auslobung detailliert beschrieben.

Ziele des Wettbewerbs (§ 1 Absatz 2 RPW 2013) 

Ziel des Wettbewerbs ist die Gebäudeplanung für den Neubau des Amtsgerichts Bitburg mit einem schlüssigen und funktionalen Gesamtkonzept für das gesamte Wettbewerbsgebiet. Es soll der Entwurf zur Realisierung kommen, der in städtebaulicher, architektonischer, wirtschaftlicher und funktionaler Hinsicht eine zukunftsweisende Lösung für das neue Amtsgericht darstellt. Die Justiz befindet sich aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung inmitten eines großen Veränderungs- und Modernisierungsprozesses. Das Gebäude soll bürgernah und offen wirken und zugleich die Aufgabe der Justiz widerspiegeln. Dabei sind die anspruchsvollen Zielvorgaben zur Nachhaltigkeit sowie der Sicherheit für Besucher und Mitarbeiter zu berücksichtigen.  

Das Land Rheinland-Pfalz hat sich mit dem „Landesgesetz zur Förderung des Klimaschutzes“ 2014 verpflichtet, die Belange des Klimaschutzes bei allem Handeln öffentlicher Stellen zu berücksichtigen. Dies gilt insbesondere für öffentliche Planungen. Den öffentlichen Stellen kommt in ihrem Organisationsbereich im Hinblick auf die Verbesserung des Klimaschutzes eine allgemeine Vorbildfunktion zu, die sich insbesondere auf die Schonung natürlicher Ressourcen, die Energieeinsparung, die Erhöhung der Energieeffizienz sowie die Nutzung erneuerbarer Energieträger bezieht. In diesem Zusammenhang sollen die Liegenschaften des Landes sowohl bei der Errichtung als auch im Betrieb ihrer Vorbildfunktion gerecht werden. Der Neubau des Amtsgerichtes Bitburg soll daher in der höchsten Qualitätsstufe „Gold“ nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude (BNB), Modul Büro- Und Verwaltungsgebäude (BN 2015) zertifiziert werden. Der Auslober erwartet innovative Entwürfe nach den Prinzipien des energieoptimierten und nachhaltigen Bauens, die den BNB-Gold-Standard vorbildlich und zukunftsorientiert umsetzen. Die CO2-Bilanz über den gesamten Lebenszyklus, einschließlich der so genannten Grauen Energie und der Anschlussverwertung oder Entsorgung soll anspruchsvollen Bewertungskriterien standhalten. Es sollen robuste und langlebige Baustoffe und Konstruktionen mit möglichst geringen Umweltwirkungen z.B. mit nachwachsenden Rohstoffen bei geeigneten Bauteilen gewählt werden. Die im Wettbewerb zu berücksichtigenden Nachhaltigkeitsanforderungen sind im Teil B der Auslobung detailliert beschrieben.  

Im Hinblick auf die Veränderungs- und Modernisierungsprozesse im Bereich der Justiz soll auch die räumliche Flexibilität in der Nutzung gewertet werden. Die Aufgabe des Wettbewerbs ist in Teil B der Auslobung im Einzelnen beschrieben.

Wettbewerbsbetreuung: 

Hille Tesch Architekten + Stadtplaner PartGmbB
Bahnhofstraße 23
55218 Ingelheim

Zusammensetzung des Preisgerichts

Fachpreisrichter/innen:

Brigitte Coen, Architektin, LBB Trier
Prof. Ulrich Hamann, Architekt, Kaiserslautern
Martin Haas, Architekt, Stuttgart
Prof. Johannes Kister, Architekt, Köln
Prof. Ulrike Lauber, Architektin, München
Prof. Kerstin Molter, Architektin, Kaiserslautern

Stellvertretende Fachpreisrichter/innen:

Gregor Bäumle, Architekt und Stadtplaner, Darmstadt (ständig anwesend)
Robert Plail, Architekt und Stadtplaner, LBB Zentrale Mainz (ständig anwesend)
Kilian Schmitz-Hübsch, Architekt, Bingen (nicht ständig anwesend)

Sachpreisrichter/innen:

RR Marco Lüttger, Ministerium der Justiz
Dr. Manfred Grüter, Präsident des Landgerichts Trier
Claudia Stadler, Direktorin des Amtsgerichts Bitburg
Joachim Kandels, Bürgermeister der Stadt Bitburg
Berthold Steffes, Leiter Stadtbauamt Bitburg

Stellvertretende Sachpreisrichter/innen:

MR Günter Müller, Ministerium der Justiz
JRR Alfred Löbuscher, Landgericht Trier
JA Hermann Weber, Geschäftsleiter des Amtsgerichts Bitburg

Sachverständige (ohne Stimmrecht)

Markus Hadamik, Leiter CC Energiemanagement, LBB
Horst Kerth, Immobilienmanagement, LBB
Kristina Knapp, stellv. Leiterin Sparte Grundsatz, LBB, BNB-Koordinatorin
Petra Wiwie, Projektleiterin Sparte Hochbau, LBB, BNB-Koordinatorin
Florian Zentgraf, Leiter CC Brandschutz, LBB
Alexander Schladt, Justizinspektor Oberlandesgericht Koblenz
Helmut Fink, Architekt, Baukultur Eifel

Der Auslober behält sich vor, weitere Sachverständige hinzuzuziehen.

Preisgerichtsprotokoll
ARGE LAN Architecture + BeL Sozietät für Architektur BDA, Köln

Plan Seite 1

Plan Seite 2

Plan Seite 3

 

 

AV1 Architekten GmbH, Kaiserslautern

Plan Seite 1

Plan Seite 2

Plan Seite 3

BAURCONSULT Architekten Ingenieure, Haßfurt

Plan Seite 1

Plan Seite 2

Plan Seite 3

Camps Felip Arquitecturia SLP

Plan Seite 1

Plan Seite 2

Plan Seite 3

 

Ferdinand Heide Architekt Planungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main

Plan Seite 1

Plan Seite 2

FLOSUNDK architektur + urbanistik GmbH, Saarbrücken

Plan Seite 1

Plan Seite 2

 

 

 

jesse hofmayr werner Architekten BDA, München

Plan Seite 1

Plan Seite 2

Plan Seite 3

KohlmayerOberst Architekten, Stuttgart

Plan Seite 1

Plan Seite 2

Plan Seite 3

LEPEL & LEPEL Architekt Innenarchitektin PartG mbB, Köln

Plan Seite 1

Plan Seite 2

Plan Seite 3

netzwerkarchitekten GmbH, Darmstadt

Plan Seite 1

Plan Seite 2

PASD Feldmeier + Wrede Planungsgruppe für Architektur, Städtebau und Denkmalpflege, Hagen| [f] landschaftsarchitektur gmbh, Solingen | FIN- Future is Now, Anif

Plan Seite 1

Plan Seite 2

Plan Seite 3

 

Scheidt Kasprusch Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin

Plan Seite 1

Plan Seite 2

 

Swiatkowski-Suerkemper Architekten PartGmbB, Stuttgart

Plan Seite 1

Plan Seite 2

Termine

Kolloquium              10.03.2020

Abgabe Beiträge      28.07.2020

Abgabe Modell         06.08.2020

Entscheidung           23.09.2020

Preise und Anerkennungen

1. Preis 20.800 Euro
2. Preis 13.000 Euro
3. Preis  7.800 Euro

Anerkennungen insgesamt 10.400 Euro

Die Umsatzsteuer ist in den genannten Beträgen nicht enthalten.

Pressemitteilung